Die Einstellung erfolgt im Beschäftigtenverhältnis.
Die Stelle ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen und befristet auf drei Jahre.
Die befristete Beschäftigung erfolgt im Rahmen der Befristungsmöglichkeiten des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes.
Es handelt sich um eine Vollzeitstelle. Auf Wunsch kann eine Teilzeitbeschäftigung ermöglicht werden.
Eine Promotionsmöglichkeit besteht.
Die Eingruppierung richtet sich nach dem TV-L.
Die Stelle ist bewertet mit EG 13 TV-L.
Das Institut für Markscheidewesen ist Teil der Fachgruppe für Rohstoffe und Entsorgungstechnik an der Fakultät für Georessourcen und Materialtechnik der RWTH Aachen. Das neue Forschungsprofil der Juniorprofessur für Nachhaltige Planung und Nutzung untertägiger Räume ist eng mit dem im Aufbau befindlichen Competence Center für Untertägige Raumplanung an der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien (IEG) verknüpft.
Aufbauend auf einer ausgewiesenen Expertise im Markscheidewesen führt unsere Forschung die Geodatenerfassung und das Geodatenmanagement, die Modellierung und Visualisierung untertägiger Räume sowie die Prognose und das Monitoring von bergbauinduzierten Bodenbewegungen zu einem kohärenten wissenschaftlichen Rahmen zusammen. Am IFM werden deshalb digitale Methoden und Werkzeuge zur Entscheidungsfindung entwickelt, die den Herausforderungen der Energiewende, der untertägigen Speicherung von H₂ und CO₂, des Carbon Managements, der Versorgung mit kritischen Rohstoffen und einer geodatenbasierten Governance des Untergrundes begegnen.
Leitbild und Vision
Wir wollen Gesellschaft, Industrie und Politik in die Lage versetzen, untertägige Räume verantwortungsvoll zu planen, zu überwachen und zu steuern – über den gesamten Lebenszyklus hinweg, vom aktiven Abbau über die Nachnutzung bestehender Infrastrukturen bis hin zu künftigen Bergbau- und Speicheraktivitäten.
Unsere Vision ist es, ein führendes akademisches Zentrum für die Digitalisierung des untertägigen Ingenieurwesens zu werden, das die fachliche Tiefe des Markscheidewesens mit modernsten Methoden aus KI und maschinellem Lernen, Fernerkundung und Geodateninfrastrukturen verbindet – und damit einen messbaren Beitrag zu einer nachhaltigen Nutzung des Untergrundes als gemeinsamer Ressource künftiger Generationen leistet.
Sie verfügen über einen überdurchschnittlichen Hochschulabschluss (Master oder vergleichbar) in Markscheidewesen, Rohstoffingenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen, Georessourcenmanagement, Umweltingenieurwesen oder einem verwandten Fach. Sie arbeiten gern an der Schnittstelle von Technik, Regulierung und Raumplanung und bringen die Bereitschaft mit, ein Bewertungsverfahren nicht nur zu diskutieren, sondern selbst umzusetzen: Sie haben Erfahrung im Umgang mit Geoinformationssystemen (GIS) und Programmiererfahrung (Python) oder sind bereit, sich diese zügig anzueignen. Sie arbeiten selbstständig und strukturiert, und Sie drücken sich in Deutsch und Englisch sicher aus.
Von Vorteil sind Kenntnisse in Verfahren der Mehrkriterien- und Entscheidungsanalyse, in Szenario- oder Systemanalyse sowie Erfahrung mit räumlichen Datenbanken und heterogenen Datenbeständen. Ebenso willkommen sind ein Grundverständnis bergbaulicher und geologischer Prozesse, Kenntnis des europäischen energie- und rohstoffpolitischen Rahmens sowie Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Behörden oder in Genehmigungsverfahren.
Sie erschließen zunächst den Gegenstand: Welche Nutzungsansprüche treffen in einem konkreten Untergrundraum aufeinander, welche schließen sich aus, welche lassen sich zeitlich staffeln? Sie wählen dafür eine Fallregion aus, führen die vorhandenen Daten zu Nutzungen, Potentialen und Restriktionen zusammen und bringen die Konflikte räumlich zur Darstellung.
Den methodischen Schwerpunkt bildet die Entwicklung eines räumlich expliziten, kriterienbasierten Bewertungsverfahrens. Dazu gehören ein belastbares Kriterien- und Datenmodell, die Behandlung von Unsicherheit im Hinblick auf Kenntnis des untertägigen Raumes und des Regelungsrahmens sowie die Prüfung, wie robust die Ergebnisse gegenüber Gewichtungsannahmen und Szenarien sind. Das Verfahren setzen Sie prototypisch um, vorzugsweise mit offenen Werkzeugen und auf frei verfügbaren Daten, und erproben es an Ihrer Fallregion. Sie untersuchen außerdem, inwiefern interdisziplinäre Aspekte aus der Rohstoffsicherung und der Energiewirtschaft (Speicherbedarf, inkl. Carbon Management) hierbei Berücksichtigung finden können und sollten.
Den Rahmen bilden die europäischen Instrumente wie Emissionshandel, Critical Raw Materials Act, European Green Deal und Clean Industrial Deal sowie das nationale Bergrecht. Sie behandeln diesen Rahmen als wesentliche, dynamische Randbedingung von Rohstoffgewinnungs- und Speichervorhaben; die Frage, wie ein Bewertungsverfahren gegenüber Regeländerungen stabil bleibt, ist Teil der wissenschaftlichen Arbeit. Hier liegt der eigenständige Beitrag der Stelle: Für den Raum über Tage existieren erprobte Abwägungsinstrumente, für den Untergrund bislang nicht.
Sichtbares Ziel der Stelle ist ein Demonstrator als planungsseitiger Baustein eines digitalen Zwillings untertägiger Räume: Er führt Nutzungs-, Potenzial- und Restriktionsdaten an einem Praxisbeispiel aus der Energie- oder Rohstoffversorgung zusammen und stellt die Bewertungsergebnisse samt ihrer Unsicherheit nachvollziehbar dar. Der Demonstrator dient zugleich als Grundlage für Förderanträge, für die Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie, Verbänden und Behörden und für die Überführung der Methoden in die Lehre.
Sie veröffentlichen Ihre Ergebnisse in Fachzeitschriften und auf Konferenzen und wirken an Förderanträgen mit. In der Lehre beteiligen Sie sich vorrangig an den Bachelor- und Masterstudiengängen „Nachhaltige Rohstoff- und Energieversorgung" mit Vorlesungen und Übungen sowie mit der Betreuung von Abschlussarbeiten. Ziel der Stelle ist der Abschluss der Promotion.
Zu behandelnde Fragestellungen umfassen beispielsweise:
Die RWTH ist als familiengerechte Hochschule zertifiziert.
Die RWTH bietet im Rahmen eines Universitären Gesundheitsmanagements eine Vielzahl von Gesundheits-, Beratungs- und Präventionsangeboten (z. B. Hochschulsport) an. Für Tarifbeschäftigte und Beamtinnen und Beamte besteht ein umfangreiches Weiterbildungsangebot und die Möglichkeit, ein Jobticket zu erwerben.
Die Stellenausschreibung richtet sich an alle Geschlechter.
Wir wollen an der RWTH Aachen University besonders die Karrieren von Frauen fördern und freuen uns daher über Bewerberinnen.
Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern sie in der Organisationseinheit unterrepräsentiert sind und sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.
Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Menschen sind ausdrücklich erwünscht.
Im Sinne der Gleichbehandlung bitten wir Sie, auf ein Bewerbungsfoto zu verzichten.
Unter https://www.rwth-aachen.de/bewerbung/dsgvo-information finden Sie Informationen zur Erhebung personenbezogener Daten nach den Artikeln 13 und 14 der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO).
EG 13 TV-L
1000+ Mitarbeiter
1.202 offene Stellen

Land Nordrhein-Westfalen
Aachen

Land Nordrhein-Westfalen
Aachen

Land Nordrhein-Westfalen
Aachen

Land Nordrhein-Westfalen
Aachen